Nokia E75 Review – Emailed with Ease

15. Oktober 2009 22:04 Uhr @ Michael Hell

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Nokia E75 Review – Emailed with Ease

Nokia E75 – Emailed with Ease oder der Anfang vom Ende!?

Hallöchen, Michael Hell an der Apparatur, Co-Admin auf www.symbian-freak.com! Meine Testberichte finden ja normalerweise in englischer Sprache ihren Weg ins Netz, dachte mir aber diesmal, ich könnte mich doch auch mal an einem Testbericht auf deutsch versuchen. Gesagt, getan und nach ein paar Tweets auch gleich einen passenden Blog zum veröffentlich gefunden – danke nochmal Hasan! Nach ein paar eher glücklosen Testversuchen mit N96 und N97, hab ich mich entschlossen bei meinen Freunden von WOM World Nokia um ein neues Spielzeug Testgerät anzufragen – bevorzugterweise E-Series. Die Business Linie von Nokia hat mich in der Vergangenheit vor allem mit dem E71 und E66 sehr beeindruckt. Das E75 hat mir bisher immer sehr gut gefallen, da ich auch schon vorher Geräte mit versteckter Tastatur sehr genossen habe. Mit grossen Erwartungen stürzte ich mich also in das Abenteuer Nokia E75 – ein steiniger Weg oder die Route zum Glück!? ..

Erste Eindrücke – Coole Verpackung!

Fast schon wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert die Lieferung via DHL. Nicht mal 18 Stunden nach Versand durch WOM World Nokia, hat es das Paket schon zu mir nach Österreich geschafft! Doch halt .. Paket!? Und noch dazu verhältnismässig gross und .. schwer!? Bekam ich etwa noch ein weiteres Gadget dazu!? Wie sich herausstellte, haben es die Jungs und Mädchen von WOM World mal wieder geschafft mich zu beeindrucken, denn ich bekam das Gerät nicht in einer normalen Nokia Verkaufsbox, sondern in einem schweren, soliden Metalkoffer mit sehr netter Aufmachung. Das Gerät kam in 3 Boxen, eingebettet in rotem Samt – Hammer! Nokia versteht es mit solchen Aktionen immer wieder klar zu machen, womit Sie eine gute Community am Leben erhalten.

Ein kurzer Blick in die Box, alles da: Nokia E75 samt dem BL-4U Akku mit 1.000 mAh, Ladegerät, Standard Headset, Datenkabel und Nokia 4GB (!) MicroSD! Das Teil in die Hand genommen – wow! 139g sind schwer, schwerer als die anderen Geräte die ich gerade verwende (HTC Hero als Hauptgerät, Nokia N82 und 5800XM als Backup). Egal, mit ein paar Gramm mehr in der Hosentasche kann ich gut leben, solange die Verarbeitung in Ordnung ist, und so nutzte ich also die 2 vergangenen Wochen um das E75 ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen:

Hardware

Die Hardware .. Immer wieder vielkritisierter Schwachpunkt des momentanen Line-Ups. Von abgeschälten Chrom-Teilen (N76) über wackelige Slider (N85, N95) bis hin zu komplett abnehmbaren D-Pads (N85) hat uns Nokia ja in den letzten Jahren ja beinahe alles vor die Füsse geworfen, das der Handygott verboten hat. Die E-Serie machte da immer eine erfrischende Ausnahme – die Verarbeitung war erstklassig und definitiv der Vorzeigepunkt in Sachen Nokia Hardware. Wer meine E66 und E71 Berichte auf Symbian Freak gelesen hat, ist im Bilde.

Das Test Nokia E75 das ich in Händen halte, kommt in stylischen Rot daher, mit satten Chrom Akzenten am ganzen Gerät. Die Front kommt mit den e-serien-typischen Schnellwahltasten (Kalender, Mitteilungen – die Kontakte-Taste verschwand im Gegensatz zu den Vorgängern), einem verchromten Navi-Key, wie Nokia das so schön nennt, einem 2,4″ QVGA Display und nummerischer Tastatur daher. Weitere verchromte Teile findet man beim Lautsprecher und an der sehr schönen Umrandung des oberen Gehäuseteils. Das Chrom gibt dem E75 einen sehr hochwertigen, gut verarbeiteten Look, der durchaus gut zu gefallen weiss – solange man das Handy nicht auf die Seite dreht. Hier offenbart sich Plastik grau in grau (Why Nokia, why!?), welchen des ganzen guten Eindruck um einiges schmälert.

Werfen wir einen näheren Blick auf die Seiten des E75: Hier muss positiverweise erwähnt werden, das die Nokia Entwickler trotz Slide-Out QWERTZ Tastatur die Dicke des Geräts unter 15mm halten konnten – was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich bin seit jeher schon Fan von dünneren Geräten, von daher geht dieses Format voll und ganz in Ordnung für mich. Beim Rundgang fällt an der Oberseite sofort auf, das der Ein/Aus-Knopf verschwunden ist. Dieser wurde gänzlich gestrichen und auf die “rote Taste” verlegt.

Ein 3,5mm Kopfhörer-Eingang hat es auch an Bord geschafft, welches auch hervorgehoben werden sollte, da das bei Businessgeräten leider noch nicht zum Standard geworden ist. Der microUSB-Eingang und der Speicherkarten-Steckplatz befinden sich auf der linken Seite des E75. Beide Abdeckungen sind aus einem gummiähnlichen Material gefertigt, was das Öffnen erheblich erschwert – meine Fingernägel können da die eine oder andere Story erzählen.

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Die Unterseite beeindruckt mit gähnender Leere, ausser der Ladebuchse befindet sich hier rein gar nichts. Etwas mehr Inhalt bietet die rechte Seite des Geräts. Der Cam-Button, die typischen Lautstärke-Tasten und der Sprachbefehl-Button zieren das Gerät hier. Alles schön und gut, allerdings frage ich mich immer noch, wer die glorreiche Idee hatte, den Cam-Button in die Mitte des Gerätes zu platzieren. Jedesmal, und ich meine JEDES Mal, wenn ich das Gerät in die Hand nehme, drücke ich genaue diesen Knopf!? Schön und gut, man kann jetzt einhändig mit dem E75 Fotos machen, aber ich bevorzuge dafür eher zweihändige Bedienung - User eher etwas zittrige Hände haben werden,diesen Punkt verstehen.

Die Rückseite setzt zum Teil das graue Plastik-Material fort, weiss aber mit dem Edelstahl Akku Cover zu gefallen. Genanntes Cover lässt sich per kleinem Schnappverschluss öffnen, das Schliessen geht mir allerdings etwas ZU leichtgängig und ohne fühlbaren Einrasten, ein Zeichen dafür das hier für Langzeit User ein möglicher Beanstandungsgrund vorliegen könnte. Weiters auf der Rückseite sitzt der (leider auch) e-serien-typische Mono-Lautsprecher.. Nokia, ehrlich, ist es so business-unlike dem Ding einen zweiten Lautsprecher zu verpassen!? Eine sehr angenehme Überraschung bereitete mir allerdings die Kamera, obwohl auf dem Papier nur 3,2 Megapixel stehen, hat mich diese jedoch sehr begeistert, konnte sie doch mit Leichtigkeit die (schwachen) 5 MP meines HTC Hero ausstechen.

Software

Ich würde gerne mehr über die Software auf dem Nokia E75 schreiben, wirklich! Ich würde gerne Seiten mit sensationellen Neuerungen und Innovationen füllen, aber .. Sie finden einfach nicht statt. Sicher, das E75 rockt jetzt Feature Pack 2 der E-Series 3rd Edition Version, grundlegende Meilensteine blieben aber grundsätzlich aus – und um ehrlich zu sein, auf den neuen Taskmanager kann ich gut und gerne verzichten – vor allem auf die Verlinkung dazu in allen Untermenüs. Hoch anrechnen muss ich Nokia aber definitiv die Tatsache, das Feature Pack 2 WIRKLICH beim Akku-Management punktet. Obwohl das E75 nur mit 1.000 mAh befeuert wird, habe ich im Testbetrieb mit E-Mails im IMAP-Protokoll, konstantem Gravity-Betrieb und durchschnittlicher Telefon/SMS-Nutzung (jaa auch das kann das E75!) 1 1/2 Tage Arbeitsleistung herausgeholt – dafür ziehe ich vor Nokia meinen virtuellen Hut! Natürlich darf an dieser Stelle auch der E-Serien Standby Modus nicht vergessen werden, ích war schon immer grosser Fan der neuen SMS/Mail/Anruf-Benachrichtigungen, genauso wie auch Predictive Dialing. In der Praxis konnte ich mit diesem Wählverfahren, bei dem automatisch die Kontakte vorgeschlagen werden, die zur jeweiligen Eingabe passen, enorm Zeit sparen beim Wählen.

Eine weitere E-Serien Eigenheit sind die zwei “Modi” die man im Sinne von privater und/oder geschäftlicher Nutzung festlegen kann – mit eigenem Thema, Ringtone und Shortcut-Verknüpfungen. Ich persönlich nehme für Privat/Arbeitsnutzung nur ein anderes Profil, weitgreifende Designänderungen etc sind für mich nicht relevant.
Während die E-Series-Software im Grossen und Ganzen zu begeistern weiss, kann ich es leider nicht lassen um nochmal auf den Stand der Symbian Software aufmerksam zu machen: Seit JAHREN keine merkenswerten Neuerungen bzw vergehen zwischen Ankündigungen und tatsächlicher Realisierung Monate .. quo vadis, S60?

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Pro/Kontra Nokia E75

Hier noch eine kleine Übersicht über das Nokia E75. Hier berücksichtige ich auch Kleinigkeiten die das Gerät zum Kauftipp machen, oder aber zum absoluten Magengeschwür..

+ Schnellstart-Tasten: Eine dieser Kleinigkeiten, das die E-Serien Geräte so liebenswert macht. Diese kleinen Helferlein, beim E75 Kalender und Mitteilungstasten, helfen im Alltagsgebrauch eine Menge Zeit zu sparen. Erstens, weil sie frei belegbar sind – zB Mitteilungstaste: Kurzer Druck führt zu den Mitteilungen, langer Druck öffnet die E-Mail Übersicht. Klasse Sache von Nokia, ausserdem helfen diese Tasten Platz für andere Shortcuts auf dem Active Standby frei zu machen.

+ Kamera: Nokia hat das Flehen der Poweruser endlich erhört und gute Arbeit an der Cam geleistet. Wie schon oben erwähnt, stehen hier “nur” 3,2 MP mit Autofokus und Single LED Blitz auf dem Papier, jedoch konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Sicherlich könnte man sich hier wieder mal über einen fehlenden Xenon-Blitz beschweren, und warum Nokia nicht auch wie Samsung mittlerweile schon auf 5 Megapixel setzt – da Nokia das E75 aber klar als business-orientiertes Handy labelt, geht die Ausstattung meiner Meinung nach in Ordnung. Dank Autofokus kommt man auf dem E75 auch in den Genuss wie Makro-Aufnahmen und ähnlichen Einstellungsmöglichkeiten, die man schon seitens der N-Serie kennt!

+ Navi-Key: Während ich auf die allgemeine Bedienbarkeit später noch zu sprechen komme, muss ich hier doch festhalten, das Nokia mittlerweile auf fast allen Geräten Ihre Navi-Key mit dem pulsierenden Benachrichtigungsring/-licht ausstatten. Ich finde, das man das früher schon einbauen sollen, mit mehreren Farbmöglichkeiten, zB: blau für SMS, rot für entgangenen Anruf etc.. Abgesehen davon, ist das alleinige Vorhanden sein schon eine Erwähnung wert, da dieses Benachrichtigungslicht in Situationen wie im Büro sehr von Vorteil ist..

+ Slide-Out QWERTZ Tastatur: Ohne das E90 getestet zu haben, behaupte ich hier das das Nokia E75 die mit Abstand beste QWERTZ Tastatur zu haben, die ich je auf einem Nokia verwendet habe. Während ich mich beim N97 immer noch Frage was die Nokia-Entwickler im Café hatten, als Sie diese Tastatur zur Produktion freigaben, muss ich doch sagen, das man beim E75 alles richtig gemacht hat. Die Tastatur, ebenfalls in rot gehalten, punktet mit einem sehr guten Druckpunkt, alle Tasten haben die passende Grösse und sich auch für Leute mit grösseren Daumen geeignet – welches ich vor Kurzem noch mit einem Freund getestet habe. Der Knackpunkt allerdings: Das E75 hat 4 Tastaturreihen! Es mag simpel klingen, aber diese zusätzliche Tastatur verweist das lobgepreiste N97 deutlich in seine Schranken – warum? Ganz einfach, Während beim N97 wegen des Platzmangels gewisse Sondertasten, wie die Shift-, Sonderzeichen- oder die Leertaste nur jeweils auf einer Seite zu erreichen war, hat man auf dem E75 keinerlei Probleme hiermit. Alle Tasten sind sehr bequem, auf beiden Seiten angelegt – im Test bedeutete das eine erhebliche Steigerung gegenüber dem selbsternannten Flagschiff.. Ernsthaft, eine Tastatur auf der die Leertaste nur mit einem Daumen erreichbar ist!? Nokia, was habt ihr euch nur gedacht..

+ E-Mail: Emailed with Ease ist ja das grosse Motto auf dem Nokia E75 gewesen – und siehe da, es funktioniert! Während ich auf meinen anderen Geräten regelmässig Probleme mit Nokia Email/Messaging oder wie auch immer es diese Woche heisst, verwendete ich in meiner 2-wöchigen Testphase ausschliesslich Nokia Email. Das Setup gestaltete sich einfach und schnell funktionierend, IMAP-Daten etc wurden nicht benötigt und vom Setup Client direkt erkannt. Keine Minute später ist man ready to go und kann losmailen bis die Finger glühen! Diese Prozedur war in der Vergangenheit ähnlich einfach, jedoch musste ich auf anderen Geräten regelmässig mit Fällen kämpfen, in denen Mails Stunden später oder im schlimmsten Fall gar nicht übermittelt wurden. All das war beim E75 nicht vorhanden, 2 Wochen lang E-Mail Spass ohne Sorgen. HTML ist auch an Bord und problemlos am Laufen, was zusätzliche Pluspunkte gibt. Getrübt wird der Mail-Spass lediglich durch den Mäusekino-ähnlichen 2,4″ QVGA Bildschirm. Ich bettle und flehe seit Jahren um besser auflösende Bildschirme, leider wurde auch beim E75 darauf verzichtet

+ E-Series Active Standby: Wie oben bereits erwähnt, weiss die E-Series Version der S60 3rd Edition Software zu gefallen. Auch das E75 macht hier keine Ausnahme, und überzeugt mit predictive dialing, kleinen Notifikationen über versäumte Aktivitäten, die zusätzlich gleichzeitig Möglichkeit bieten, zu antworten/zurück zu rufen etc. Weiters zu finden ist eine Möglichkeit um 2 verschiedene “Modes” zu erstellen für Privat/Business Zwecke, mit unterschiedlichen Themes, Ringtones, Standby Apps Anordnung etc

+ T9 Update: Obwohl dank grossartiger QWERTZ-Tastatur selten verwendet, muss ich doch hier erwähnen, das Nokia dem T9 Texteingabenhilfe-System ein Update spendiert hat, wobei die vorgeschlagenen Wörter jetzt in Listenform präsentiert werden. Gutes Update und übersichtlich..

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- Allgemeine Verarbeitung: Während all die oben genannten Punkte ein definitiver Kaufgrund für viele User wäre, bin ich mir sicher das die folgenden Punkte, aber vor allem die allgemeine Verarbeitung ein Schlag mitten ins Gesicht sind. Hört sich unangenehm an, ist auch so. Nach 2 Wochen konstanter Benutzung des Geräts, bin ich zu dem Schluss gekommen, das sich die E75 Entwickler eine Scheibe bei der N-Serie abgeschnitten haben, anders kann man dieses Disaster nicht beschreiben. Ich beginne bei der Vorderseite des Geräts: Die nummerische Tastatur ist okay von der Grösse her, leider aber sehr hart, ähnlich der N96/N85. Die Tasten erfordern einen eher härteren Druck, was sich vor allem bei den ansonsten nützlichen Schnellstart Tasten bemerkbar macht. Der Druckpunkt an den äusseren Softkeys bzw grünen/roten Anruftasten ist besser, jedoch wird die Bedienbarkeit erheblich durch die Kante der Chrom-Umrandung beeinträchtigt, was sich oft damit bemerkbar macht, das man die Umrandung, aber nicht die Taste drückt.

Um weitere Schwächen zu finden, muss man nicht lange suchen – man muss es nur in die Hand nehmen. Dem N97 musste ich hoch anrechnen, das es in geschlossener Form BOMBENFEST sitzte, das Gerät fühlte sich an wie eine Einheit, bei dem der Tastaturteil gar nicht existieren würde. Kein Problem bei der E-Serie .. dachte ich zumindest. Leider wurde ich bitter enttäuscht als ich merkte das die beiden Teile viel ungewollte Bewegung ins Spiel brachten. Sowohl in geschlossenen als auch geöffnetem Zustand lassen sich die beiden Komponenten viel zu einfach bewegen, das Handy kommt als Ganzes viel zu wackelig daher. Das macht sich leider sehr unangenehm in der geöffneten Stellung bemerkbar, da das E75 leider keinen Navi-Key auf dem Tastaturteil besitzt. Bei meinem Testgerät war die rechte Seite sehr davon betroffen. Ich hasse hasse HASSE wackelige Teile und das machte das E75 zum absoluten Lustkiller für mich. Im Allgemeinen ist festzustellen, das die Spaltmasse zwischen den beiden Gehäuseteilen sehr gross sind, was natürlich wieder Staub in Hülle und Fülle bedeutet.
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Während die obere Bildschirm-Einheit sehr gelungene Chromelemente vorzuweisen hat, ist der QWERTZ-Tastaturteil nur mit einem billig wirkenden, grauen Kunststoffteil eingerahmt, was einige Spalten zulässt, wobei ich es mir nicht verkneifen konnte, euch einen kleinen Fotobeweis abzuliefern. Solche Sachen erwartete ich mir eher bei N-Series Geräten, aber bei E-Series!? Das Nokia E75 ist aktuell um ca. € 275,– zu haben, ist es da zuviel verlangt die edle Chromlinie weiterzuführen? Ich bin mir sicher jeder User würde mit Freuden ein paar Euro mehr hinblättern, um ein als GANZES gut verarbeitetes Gerät zu haben!? Wie hiess es doch so oft in den letzten Wochen/Monaten auf Twitter? #Nokia #Fail

- Akku: Obwohl ich schon erwähnt habe das Nokia mit FP2 sehr gute Arbeit geleistet hat, was die Akku-Nutzung angeht. 1 1/2 Tage bei häufiger Internutzung, SMS und Telefonaten sind ein guter Schnitt, wie ich finde, aber hier wird leider mal deutlich, wie die Finnen sich selber Gelegenheiten zunichte machen, der Konkurrenz die lange Nase zu zeigen: Warum kein 1.500 mAh? Dieser kombiniert mit FP2, würde für eine bombige Akkuleistung garantieren – aber Nein, wieder einmal darf man sich nicht auf ein rundum gelungenes Paket freuen ..

- Screen: Ich weiss, die ewige Bildschirm Diskussion hat einen sehr langen Bart, aber muss es immer wieder ansprechen: Bildschirme mit QVGA Auflösung gehören VERBOTEN! Mit keiner Erklärung der Welt könnte mich der (sogenannte) Marktführer überzeugen nochmal ein Gerät zu kaufen, das einen dieser Bildschirme als “crystal-clear” anpreist. Von einem Screen wie dem 5800XM (640×360) bzw HTC Hero (480×320) auf dieses Mäusekino-Display zu wechseln bereitet fühlbare Augenschmerzen. Nokia, es ist 2009! Punkt.

- Kamera-Button: jaaa klar, auch das ist eher eine Kleinigkeit, aber trotzdem erwähnenswert. JEDES Mal, wenn ich das Nokia E75 in die Hand genommen habe, habe ich dabei den Cam-Button erwischt. Klar, es passiert nichts bei normalem Druck (langer Druck startet die Cam-App hooray!) aber es fühlt sich einfach nicht richtig an.

- Kein Auto-Ladegerät: Gut, möglicherweise ein unnötiger Grund, aber: Das Nokia E75 ist, so wie die gesamte E-Serie auf Businesskunden ausgerichtet und was macht ein typischer Businesskunde, für den das Programm “E-Mail für Unterwegs” zutrifft? Richtig, unterwegs sein.. Auch dieser Punkt kam in einer kurzen Konversation mit einem meiner Arbeitskollegen zustande, eine der ersten Fragen überhaupt, meine Antwort wurde mit einem breiten Stirnrunzeln beantwortet, was eigentlich für sich sprechen sollte..

- Mono-Lautsprecher: Ein oftmals kritisierter Negativpunkt der E-Serie sind immer noch die verbauten Lautsprecher. Das E75 macht hier leider keine Ausnahme, ein Mono-Speaker wurde hier lieblos auf die Rückseite geklatscht. Unbrauchbarer Sound, schlecht platziert – auch Businessuser würden Ihren Ringtone gerne in klarer Qualität hören..

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FAZIT

Mit dem Nokia E75 gebe ich ein Testgerät an WOM World zurück, das extrem gemischte Gefühle hinterlässt. Während ich die QWERTZ-Tastatur in dieser Form/Grösse gerne auf mehreren Geräten sehen würde und auch die lobgepreiste E-Mail Applikation endlich überzeugen kann, lässt die teilweise extrem schlechte Vereinbarung, der schlechte Lautsprecher und noch ein paar andere Kleinigkeiten einiges an Kopfweh zurück. Wie immer zu begeistern wusste der E-Series Active Standby, was mich leider zu einem Negativpunkt bringt, den ich hier noch kurz erwähnen möchte: S60 gehört definitiv überarbeitet und damit meine ich nicht neue Icons. S60 muss von Grund auf überarbeitet werden um den heutigen Standards, und vor allem der Konkurrenz gerecht zu werden. Maemo ist ein guter Anfang und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung um die Marktführerschaft in den nächsten Jahren zu sichern. Begeistern konnte mich trotz allem die Stabilität, in meinen 2 Wochen mit dem Testgerät hatte ich KEINEN Crash zu verzeichnen, Daumen hoch hierfür. Die grösste Schattenseite stellte für mich jedoch die schlechte Verarbeitung des Geräts dar, unglaublich enttäuschend. Wackeliger Sliderteil, ödes graues Plastik am unteren Teil des Handys – in diesem Bereich eine klare Enttäuschung, erinnert das Gerät hier doch sehr stark an vergangene N-täuschungen..

Eine generelle Kaufempfehlung für das Nokia E75? Leute die so wie ich das Slide-Out-Tastatur design mögen, ja!? Nokia hat auch schon andere Geräte mit schlimmeren Fehlern auf den Markt gebracht und steht immer noch an der Spitze. Abgesehen davon ist die Tastatur wirklich gelungen und bereitet vor allem bei grösseren Textmengen eine Menge Spass, oder wie an meiner Stelle, vor allem Leuten die oft und viel in 2 verschiedenen Sprachen schreiben. Sicher könnte man jetzt eine “Touchscreen oder nicht” Diskussion beginnen, auch könnte man die Multimedia-Talente des E75 in Frage stellen – eines bleibt jedoch klar: Das Nokia E75 richtet sich an eine Business-Klientel und deren Ansprüche (mit Ausnahme der Hardware-Qualität) werden mit gutem E-Mail Programm, akzeptabler Akku-Laufzeit und übersichtlichem Active-Standby Bildschirm befriedigt.

Das Nokia E75 – Emailed with Ease, zwei Schritte vor dem Abgrund!

Komplette Nokia E75 Bildergalerie: Flickr – Nokia E75 Gallery

Hell Michael
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